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Den richtigen Vertikutierer finden – So machen Sie es richtig!


Die Deutschen sind ein Volk der Gärtner. Das Geräusch und der Geruch beim Rasenmähen zieht im vertikutiererSommer durch nahezu alle Ortschaften. Ein gepflegter Rasen gehört zum guten Ton und der grüne Naturteppich wird gehegt und gepflegt. Um einen durchgehend schönen Rasen genießen zu können, gehört zum Mähen, Säen und Wässern auch das Vertikutieren dazu. Was Vertikutieren eigentlich heißt, wie und mit welchen Werkzeugen man seinen Rasen vertikutieren kann, wann man vertikutieren sollte sowie wie man die Vertikutierer pflegt und lagert, wollen wir Ihnen hier erklären.
Das Vertikutierer-Portal hilft Ihnen, den richtigen Vertikutierer zu finden. Wir unterstützen Sie bei den Fragen, welchen Vertikutierer kaufen, worauf man beim Kauf achten sollte und welche Unterschiede es gibt.

Die Schnellsuche zum richtigen Vertikutierer

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Was ist Vertikutieren?

Vertikutieren ist das Anritzen der Grasnarbe einer Rasenfläche. Ziel des Vertikutierens ist es, altes Schnittgut (Mulch) und Moos zu entfernen. So wird die Belüftung des Rasens gefördert und der Boden kann wieder besser Wasser und Dünger aufnehmen. Dadurch kann der Rasen wieder dichter und einheitlicher wachsen. Eine geschlossene grüne Rasenfläche kann entstehen und erfreut die Augen des Gärtners. Doch nicht nur der Anblick eines solchen gepflegten Rasens ist beachtenswert, sondern auch das Laufen und Herumtollen auf einem dichten, gesunden Rasen ist besonders angenehm.

 

Das Wort Vertikutieren ist aus den beiden englischen Wörtern vertical für senkrecht und cut für schneiden zusammengesetzt. Das Gartengerät für die Ausführung dieser Tätigkeit wird Vertikutierer genannt. Das Verfahren entwickelte Thomas Mascaro im Jahr 1955. Er hatte schon das Prinzip des Aerifizierens (Lüften des Rasens) erfunden.

Was ist der Unterschied zwischen Vertikutieren und Lüften?

Viele Hobbygärtner gehen fälschlicherweise davon aus, dass Vertikutieren und Lüften ein und dasselbe ist. Dem ist aber nicht so. Beide Verfahren dienen der Pflege und dem gesunden Wachstum des Rasens, aber unterscheiden sich doch grundsätzlich voneinander. Das Vertikutieren ist eine viel intensivere und tiefergehende Form der Rasenpflege als das Lüften.

Rasen vertikutieren

vertikutieren

Rasen vertikutieren

Beim Rasen vertikutieren entfernt man alle störenden Pflanzen und Pflanzenteile aus der Grünfläche. Moos, Rasenfilz und sogar Unkräuter wie Giersch, Klee oder Löwenzahn werden angerissen und durch das Vertikutieren entfernt. Außerdem sammeln sich auf dem Rasen im Laufe des Jahres abgestorbene Pflanzenteile oder Schnittreste. Sie verhindern die nötige Belüftung des Bodens und der Rasen verwildert oder bildet unschöne Flecken aus. Beim Vertikutieren werden nicht nur all diese unliebsamen Mitbewohner im Rasen entfernt, sondern auch die Graswurzeln etwas ausgedünnt, so dass diese sich in dem neuen Freiraum wieder frisch ausbreiten können. Wie Sie Ihren Rasen und wann vertikutieren, erfahren Sie weiter unten.

Rasen lüften

Beim Lüften des Rasens schaffen Sie, im Gegensatz zum Vertikutieren, keine nachhaltig besseren Bedingungen für Ihren Rasen. Hierbei lockert man den Boden mit einem Rasenlüfter oder auch mit der Hand lediglich auf. So können wieder mehr Licht, Wasser und Nährstoffe an den Boden kommen und feuchte Gebiete abtrocknen. Moos oder Filz werden bei dieser Methode nicht entfernt. Deswegen ist das Lüften des Rasens auch kein Ersatz für das Rasen Vertikutieren, sondern nur eine ergänzende Maßnahme für zwischendurch. Allerdings ist das Belüften des Rasens durchaus eine aufwändigere Art der Rasenpflege. Das Aerifizieren, welches Mascaro schon einige Jahre vor dem Vertikutieren entwickelt hat, generiert viele kleine Löcher im Rasenboden, welche dann mit Sand aufgefüllt werden. Vor allem bei sehr feuchten Böden mit drohender oder bestehender Staunässe bietet sich das Lüften des Rasens in dieser aufwändigen Art an. Haben Sie sehr trockenen Boden, reicht ein regelmäßiges Abharken vollkommen aus.

Wie erkenne ich, ob ich meinen Rasen vertikutieren sollte?

Bevor wir der Frage nachgehen, wann sie vertikutieren sollten, müssen Sie zunächst herausfinden, woran sie erkennen können, ob Ihr Rasen überhaupt eine Vertikutierung braucht. Auch ein gepflegter Rasen, der nach jedem Schnitt gründlich abgeharkt wird, bildet aufgrund seines natürlichen Vegetationsprozesses im Laufe der Zeit oft einen dichten Rasenfilz aus. Diese Schicht bildet sich aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Gräsern, Moosen und Unkraut. Wird diese Schicht zu dicht und dick, kann Ihr Rasen nicht mehr atmen, Nährstoffe werden nicht mehr so gut aufgenommen und der Rasen sieht irgendwann unschön fleckig aus, zeigt kahle Stellen und dichte Moosgebiete. Dem Rasen hilft es dann, ihn zu vertikutieren. Ob Sie Ihren Rasen vertikutieren sollten, können Sie recht einfach selbst überprüfen. Zum einen zeigt ein dichter Unkrautbewuchs deutlich an, dass die Rasengräser in ihrem Wachstum gehemmt werden. Zum anderen können Sie mit einer Harke aus Metall einmal leicht über die Grasnarbe gleiten. Bleiben alte Pflanzenreste, Mährückstände und Moos an den Zinken hängen, ist es Zeit, den Rasen zu vertikutieren. Besonders anfällig für einen hohen Unkrautbewuchs und Vermoosen sind schwere Lehmböden. Auch sehr schattige Rasenflächen sind neigen zu schwerem Rasenfilz. Bei diesen Voraussetzungen bietet sich das Vertikutieren geradezu an. Im nächsten Abschnitt widmen wir uns der Frage Wie und Wann Sie vertikutieren sollen und geben Ihnen Tipps gegen hartnäckiges Unkraut im Rasen.

So vertikutieren Sie richtig

Im Gegensatz zum Lüften gelingt das Rasen Vertikutieren nicht mit der Hand. Dafür gibt es spezielle Vertikutierer, deren unterschiedliche Arten wir Ihnen später genauer vorstellen werden. Mithilfe dieser Gartengeräte geht das Vertikutieren aber kinderleicht von der Hand. Noch heute kann man die ersten Vertikutierer in der Penn State University in den USA bewundern.

Wann Sie vertikutieren sollten

Warum Sie vertikutieren sollen und wann man es Ihrem Rasen ansieht, dass er diese nachhaltige Pflegemaßnahme dringend nötig hat, wissen Sie nun bereits. Doch wann vertikutieren? Im Hochsommer, gerade dann, wenn man es bemerkt oder vor dem Winter? Grundsätzlich können Sie in den Monaten von März bis September Ihren Rasen vertikutieren. Allerdings sollten Sie die Häufigkeit dieser Rasenpflege auf ein bis zweimal im Jahr beschränken. Die optimalen Zeitpunkte für das Vertikutieren liegen im zeitigen Frühjahr und im Spätsommer. Die Grundreinigung im Frühjahr in den Monaten März oder April ist dabei am wichtigsten. Im Spätsommer können dann durch nochmaliges Vertikutieren noch einmal besonders flach wachsende Unkräuter wie der im Rasen oft vorkommende Ehrenpreis und über den Sommer angesammelte Pflanzenreste entfernt werden. Das Vertikutieren im späten August oder September bereitet den Rasen auf schwerem Boden und in schattigen Lagen optimal auf die Wintermonate vor.

Vor dem Rasen Vertikutieren

Wann vertikutieren sinnvoll ist, sagt Ihnen einerseits Ihr Rasen und andererseits der an den Jahreszeiten ausgerichtete Gartenplan. Das gesamte Pflegeprogramm für Ihren Rasen beginnt im zeitigen Frühjahr, wenn Sie den Rasen das erste Mal düngen. Eine gute Orientierung für den richtigen Zeitpunkt ist die Rasen vertikutierenBlüte der Narzissen. Stehen sie in voller Blüte, fängt auch der Rasen wieder an zu wachsen. In dieser Zeit ist es noch nicht zu warm und die Rasengräser sind bereit, viele wichtige Nährstoffe optimal aufzunehmen. Ungefähr zwei Wochen nach der Düngung steht das zweite Rasenmähen für das laufende Jahr an. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, den Rasen zu vertikutieren. Die Gräser sind perfekt mit Nährstoffen versorgt und können das Prozedere des Vertikutierens gut verkraften. Denn das Vertikutieren hinterlässt durchaus Spuren im Rasen, reißen die Zähne der Vertikutierer doch die Grasnarben etwas auf.

Das richtige Vertikutieren

Wie vertikutiert manEgal, ob Sie mit der Hand vertikutieren oder zu einem Vertikutierer greifen, der durch Strom oder Benzin angetrieben wird, das Prinzip ist immer gleich. Wichtig ist, dass die Rasenfläche, die Sie vertikutieren wollen, trocken und es nicht zu warm ist. Wann Sie vertikutieren, ist also auch stark vom Wetter abhängig. Und dies sind die Schritte zum richtigen Vertikutieren:

  1. Stellen Sie die Messer Ihres Vertikutierers nicht zu hoch ein. Drei Millimeter reichen bei normal bemoosten Boden völlig aus. Bei sehr starkem und dichtem Rasenfilz können Sie bis zu zwei Zentimeter tief einschneiden. Schauen Sie sich also Ihren Rasen vorher genau an.
  2. Der Rasen sollte vor dem Vertikutieren auf ungefähr zwei Zentimeter Höhe abgemäht werden.
  3. Fahren Sie mit dem Gerät relativ zügig über die Rasenfläche, um zu große Verletzungen zu vermeiden. Bleiben Sie beim Vertikutieren nicht lange an einer Stelle stehen, sonst schädigen Sie die Grasnarbe an dieser Stelle zu stark.
  4. Meist reicht es, wenn Sie einmal immer in einer Richtung über den Rasen fahren bzw. gehen. Sind die Verfilzungen sehr stark, dann wiederholen Sie den Vorgang noch einmal. Allerdings führen Sie den Vertikutierer nun in Querbahnen. So entsteht ein Schachbrettmuster. Nochmaliges Übergleiten in derselben Richtung schadet wieder mehr als das es Ihrem Rasen nützt.
  5. Wenn Sie mit dem Vertikutierer die Richtung wechseln bzw. sich drehen, um die nächste Bahn abzufahren, achten Sie drauf, dass sich die Messer des Gerätes in der Luft bewegen und nicht auf dem Rasen aufsetzen.

Nach dem Vertikutieren

Sobald Sie mit dem Rasen vertikutieren fertig sind, sollten Sie große kahle Stellen sofort mit Rasensamen nachsähen. Wenn es sehr zeitig im Frühjahr, zum Beispiel im März ist, sind allerdings die Temperaturen in der Nacht noch sehr niedrig und die Keimung der Samen kann verzögert sein. Richten Sie sich hier am besten nach dem Wetterbericht und den Temperaturen. Sobald die neue Saat aufkeimt, düngen Sie den Rasen wieder. Auf jeden Fall müssen Sie den gelockerten Rasenfilz und die Moosreste gründlich von der Fläche harken. Nur so hat der Rasen genug Luft, neu und dicht nachzuwachsen. Haben Sie einen recht schweren, feuchten Lehmboden, der wie wir oben schon erwähnten, ja besonders zur Rasenfilzbildung neigt, dann tragen Sie nach dem Rasen Vertikutieren eine Sandschicht von ungefähr zwei Zentimetern auf dem Boden auf. Besonders eignet sich einfacher Bausand, der den Lufthaushalt Ihres Rasens etwas verbessert.

Vertikutierreste entsorgen

Beim Vertikutieren fallen relativ viele Reste an, die entsorgt werden müssen. Sie können das Vertikutiergut auf den Kompost oder in die Biotonne geben. Auf den Kompost sollten Sie aber nur dünne Schichten des Restmaterials aufbringen. Bei großen Mengen lohnt sich auch das Bestellen der Laubsäcke bei der Stadt oder Gemeinde. Die Reste vom Vertikutieren kann man aber auch problemlos trocknen lassen und dann als Mulch verwenden. Die Reste Ihres Rasens halten so die Wurzeln der Pflanzen in Ihrem Staudenbeet oder den Obsträuchern schön kühl. Achten Sie bei der Bereitung von Mulchmaterial aber darauf, dass sich keine Wurzeln von Unkraut darin befinden, sonst haben Sie das Beim Rasen Vertikutieren entfernte Unkraut gleich an anderer Stelle wieder.

Vorteile und Nachteile beim Vertikutieren

Jeder Gärtner hat wohl so seine eigenen Erfahrungen mit dem Rasen Vertikutieren gemacht, so dass vorteile des vertikutierenman generelle Vor- und Nachteile nicht ganz exakt herausarbeiten kann. Diejenigen, deren Rasen sehr schattig liegt und die keinen schönen lockeren Boden haben, schwören ganz sicher auf das Vertikutieren. Wer einen guten Standort und viel Sonne hat, dem reicht auch schon das regelmäßige Mähen, Bewässern und Düngen für einen tollen gepflegten Rasen. So ergeben sich aus den Vorteilen des einen die Nachteile des anderen. Ein frisch vertikutierter Rasen neigt zur Austrocknung. Deswegen muss auf gute Bewässerung nach dem Vertikutieren geachtet werden. Das Anritzen der Grasnarben und das Ausschneiden hat natürlich den Vorteil, dass Rasenfilz aufgebrochen wird und die Gräser wieder mehr Luft und Platz bekommen. Bei diesem Vorgang wird auch Unkraut entfernt. Allerdings muss der neue Platz auch nicht zwingend nur von neuen Rasengräsern genutzt werden, auch die Unkräuter können in dem neuen Platz und der besseren Zufuhr mit Nahrung ihre Chance zur Ausbreitung sehen. Ein weiterer Nachteil ist, dass der Rasen nach der Prozedur eine ganze Weile Zeit für die Erholung braucht, denn wir verletzen ihn beim Vertikutieren, auch wenn wir ihm damit eigentlich helfen wollen und das meistens ja auch gelingt.

Häufige Fehler beim Vertikutieren

Die meisten Fehler beim Vertikutieren ergeben sich aus der unsachgemäßen Verwendung der Geräte. Wenn Sie obengenannte Tipps für das richtige Vertikutieren beherzigen, also nicht zu lang auf einer Stelle vertikutieren, zügig arbeiten und nicht kreuz und quer laufen, kann so viel nicht schiefgehen. Vertikutieren Sie Ihren Rasen nicht, wenn es zu warm und zu trocken ist, dann trocknen die Verletzungen an der Grasnarbe zu schnell aus und Ihr Rasen wird statt dicht und grün, nur kahl und braun. Sollte es nicht anders möglich sein, dann sorgen Sie für optimale Bewässerung nach dem Vertikutieren.

Tipps gegen hartnäckiges Unkraut – Klee und Löwenzahn

Ehe wir uns den einzelnen Typen von Vertikutierern, deren Pflege und Lagerung widmen, sei noch ein kleiner Exkurs zu den störenden Kräutern und Pflanzen in einem akkuraten Rasen erlaubt. Es gibt so einige Pflanzen, die sich im Rasen besonders gern ansiedeln, dort aber nicht erwünscht sind, Moos entfernenzumindest nicht, wenn man kein Liebhaber einer Wildwiese ist. Dazu gehört der Giersch, die Kamille, aber im Besonderen auch der Löwenzahn und der Klee, vor allem der Weißklee.

Im Prinzip gibt es gar kein Unkraut, denn die Pflanzen, die den Fan eines englischen Rasens stören, wie Löwenzahn oder Klee, sind wichtige Pflanzen, die sogar heilende Wirkung haben. Klee und Löwenzahn zählen zudem zu den besonders bienenfreundlichen Pflanzen und bieten der bedrohten Nutztierart eine tolle Lebensgrundlage. Dennoch wollen viele Rasenbesitzer sie durch Vertikutieren verbannen und genau das ist bei diesen Pflanzen gar nicht so einfach. Sie stehen mit den Gräsern in direkter Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe. Hieraus ergibt sich schon der erste Tipp, wie Sie das ausufernde Wachstum der Unkräuter eindämmen können. Die meisten als Unkraut deklarierten Sorten benötigen eine bestimmte Wuchshöhe, um sich über die Photosynthese optimal versorgen zu können. So empfiehlt es sich, den Rasen immer recht kurz zu halten, denn bei Gräsern ist der Aspekt der Wuchshöhe für die optimale Versorgung irrelevant.

Viele rücken den Störenfrieden im Rasen mit Unkrautvernichtern zu Leibe. Sicherlich verschwinden diese auch erst einmal, da ihr Wachstum dermaßen beschleunigt wird, dass sie überschnell in die Höhe sprießen und sich nicht mehr genügend mit Nährstoffen versorgen können. Dies bewirkt ein Absterben des Unkrauts, hinterlässt aber auch freie Flächen, welche die einkeimblättrigen Gräser mit ihrem langsameren Wachstum nicht so schnell füllen können. So können an diesen Stellen besonders schnell wieder Unkräuter sprießen.

Versuchen Sie stattdessen, das Übel an der Wurzel zu packen. Löwenzahn zum Beispiel hat sehr tiefe und starke Wurzeln, die allein durch Vertikutieren nicht vollständig entfernt werden können. Nachhaltig können Sie nur Herr über das Unkraut werden, wenn Sie die Pflanze mit samt der Wurzel aus dem Rasen stechen oder jäten. Besonders für Löwenzahn eignen sich dafür spezielle Unkrautausstecher besonders gut. Es kann auch helfen, das Unkraut mit kochendem Wasser zu übergießen. Dadurch stirbt die Pflanze ab und sie kann leichter aus dem Boden gelöst werden.

Den richtigen Vertikutierer finden

Den richtigen Vertikutierer findenWir hatten schon zu Beginn darauf hingewiesen, dass ein Vertikutierer das spezielle Gartengerät ist, mit dem der Boden des Rasens nachhaltig gereinigt und belüftet wird. Auch die Frage, wann Sie vertikutieren sollten, ist beantwortet und wir haben Ihnen wertvolle Tipps für die Ausführung des Vertikutierens gegeben. Das alles nützt aber nichts, ohne einen Vertikutierer, den bzw. dessen verschiedene Ausführungen wir Ihnen natürlich auch noch vorstellen wollen.

Wie funktioniert ein Vertikutierer?

Ein Vertikutierer schneidet entweder mit einem drehenden Federstahlmesser oder mit Federn in den Boden. Dies erfolgt absolut senkrecht (vertical). Dabei entfernt er überschüssige Pflanzenreste, Moos, Unkraut und auch ein wenig Rasen. Das ist nicht zu vermeiden. Alles, was er beim Vertikutieren aus dem Rasen herausholt, legt er hinter sich auf dem Rasen wieder ab. Es gibt aber auch Modelle mit Fangsack, in denen, ähnlich wie beim Rasenmäher, die Pflanzenteile schon im Prozess aufgefangen werden.

Vertikutierer – die verschiedenen Arten

Wie konnte man denn vor der Erfindung von Mascaro vertikutieren? Wahrscheinlich gar nicht oder mit der Hand und einer engzahnigen Harke. Genau dies können Sie natürlich auch tun, aber es erfordert einen hohen Kraftaufwand und wird bei größeren Flächen, auch wenn das Vertikutieren eine einmalige Beschäftigung im Jahr ist, nicht zu Ihrer Lieblingsbeschäftigung werden, wenn Sie damit bis zum Sommer überhaupt fertig werden. Eben deswegen unterstützen Sie die Maschinen bei der Rasenpflege.

Handvertikutierer

Handvertikutierer finden Sie im Baumarkt oder im Gartenbedarf bei den ganz normalen Gartenwerkzeugen. Unten auf dem Gerät auf einer Welle sitzen viele kleine Messer in geringem Abstand nebeneinander und schneiden sich in den Filz und schlitzen die Bodenoberfläche etwas auf. Sie funktionieren rein mechanisch, sind dadurch besonders leise und mit 20 bis 50 Euro auch recht preiswert, müssen aber mit Muskelkraft über den Rasen geschoben werden. Durch die Bewegung geraten die Messer auf der Achse in Drehung und verrichten ihre Arbeit. Das ist sicherlich um einiges leichter als das Vertikutieren mit der Gartenharke, aber dennoch nur für wirklich kleine Flächen zu empfehlen.

Besteller mit Handbetrieb

ModellPreis
1 WOLF-Garten multi-star® Pendel-Vertikutierer UG-M 3 WOLF-Garten multi-star® Pendel-Vertikutierer UG-M 3

23,25 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 Gardena 3395-20 Vertikutierer Boy Gardena 3395-20 Vertikutierer Boy

46,94 €

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3 Gardena 3391-20 Rasenlüfter Adapter für Combisystem Gardena 3391-20 Rasenlüfter Adapter für Combisystem

23,45 €

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Vertikutierer mit Elektroantrieb

Wer etwas größere Rasen (250 bis 800 m²) vertikutieren möchte, kann zu einem Vertikutierer mit Elektroantrieb greifen. Er arbeitet relativ emissionsarm, was Abgase und auch Lärm betrifft. Seine Reichweite ist durch die Kabelabhängigkeit allerdings beschränkt. Eine Steckdose muss in der Nähe sein und Sie müssen ein wenig darauf achten, dass Sie nicht über das Kabel fahren. Wer einen Rasenmäher mit Elektroantrieb hat, wird dies aber sicher schon gewohnt sein. Der größere Nachteil des Elektro-Vertikutierers ist jedoch, dass bei diesen Modellen nur eine relativ geringe Schnitttiefe eingestellt werden kann. Zu schnell kann der Motor überhitzen und Schaden davontragen. Deswegen greifen Profis meist zu einem Vertikutierer mit Benzinantrieb. Elektro-Vertikutierer gibt es mit einer Leistung zwischen 500 und 2000 Watt und sie kosten ab ungefähr 70 Euro. Für ein sehr hochwertiges und leistungsstarkes Gerät können aber auch schon einmal 700 Euro fällig werden. Viele Modelle können mit wenigen Handgriffen durch das Umtauschen der Vertikutierwalze in eine Lüfterwalze in einen Rasenlüfter umgebaut werden.

Besteller mit Elektroantrieb

ModellPreis
1 Bosch DIY Vertikutierer AVR 1100 Bosch DIY Vertikutierer AVR 1100

129,00 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
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2 Einhell Elektro Vertikutierer-Lüfter RG-SA 1433 Einhell Elektro Vertikutierer-Lüfter RG-SA 1433

99,00 €

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3 WOLF-Garten Elektro-Vertikutierer V A 303 E WOLF-Garten Elektro-Vertikutierer V A 303 E

99,00 €

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Vertikutierer mit Benzinantrieb

Die Vertikutierer mit einem Verbrennungsmotor haben meist eine höhere Leistung als die Geräte mit Elektromotor. Ohne störendes Kabel und Notwendigkeit eines Stromanschlusses sind sie besonders geeignet, um sehr große Flächen (über 800 m²) von Rasen zu vertikutieren. Benzinbetriebene Vertikutierer sind im Unterhalt aber etwas teurer als die elektrobetriebenen Brüder. Bei schweren. lehmhaltigen Böden sind die Vertikutierer mit Benzinantrieb, die oft mit einer Leistung von mehr als einem PS arbeiten, zu empfehlen, denn sie sind viel schwerer als die Elektro- oder Handvertikutierer und können dadurch höchst effektiv arbeiten.

Besteller mit Benzinmotor

ModellPreis
1 Einhell Benzin Vertikutierer GC-SC 2240 P Einhell Benzin Vertikutierer GC-SC 2240 P

239,99 €

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2 HECHT Benzin-Vertikutierer 5654 HECHT Benzin-Vertikutierer 5654

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3 WOLF-Garten Benzin-Vertikutierer V A 389 B WOLF-Garten Benzin-Vertikutierer V A 389 B

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Worauf sollte man beim Vertikutierer-Kauf achten?

Wie jedes Gerät, welches man sich anschaffen möchte, gibt es auch bei den Vertikutierern einige Eigenschaften, auf die man achten sollte. Hier sind es vor allem die Räder, die Schnittbreite und der Fangsack.

Räder

Achten Sie bei den Rädern vor allem darauf, dass diese nicht zu klein sind. Sie wollen ja auch über Unebenheiten und bei höherem Rasen ungehindert vertikutieren. Bewährt hat sich ein Raddurchmesser von 15 bis 20 Zentimetern. Auch eine stabile Aufhängung ist wichtig. Bei manchen Modellen wackeln die Räder schon beim Kauf. Lassen Sie davon lieber die Finger von solch einem Vertikutierer.

Schnittbreite

Die im Handel angebotenen Vertikutierer unterscheiden sich nicht nur im Antrieb, sondern auch in der Schnittbreite. Zwischen 30 und 50 Zentimetern bewegen sich hier die meisten Modelle. Auch größere Breiten sind möglich. Mit einer großen Schnittbreite geht die Arbeit mit dem Vertikutierer natürlich schneller von der Hand, allerdings benötigt eine größere Schnittbreite auch eine höhere Motorleistung. Der Vorteil kleinerer Schnittbreiten liegt darin, dass Sie Hindernisse besser umfahren und insgesamt den Vertikutierer besser manövrieren können. Welche Schnittbreite Sie wählen, liegt also ganz an Ihren persönlichen Präferenzen.

Fangsack

Wie schon erwähnt, gibt es Vertikutierer, die direkt schon mit einem Fangsack ausgerüstet sind. Das ist grundsätzlich eine schöne Sache, allerdings schaffen es die schmalen Messer nicht, das restliche Material effektiv nach oben zu befördern. Sie müssen also auch mit einem Fangsack nach dem Vertikutieren noch einmal mit der Harke nacharbeiten. Prinzipiell könnte man also auch gleich auf den Fangsack verzichten. Auch dies ist eine ganz persönliche Entscheidung Ihrerseits. Auf die Qualität des Arbeitsvorganges des Vertikutierens an sich hat der Fangsack keine Auswirkungen.

Wie pflegt und lagert man den Vertikutierer richtig?

Nach getaner Arbeit ist gut ruhen, sagt ein altes Sprichwort. Das gilt für Sie, aber auch für den Vertikutierer. Auch er sollte, wie jedes Gerät, ordentlich gereinigt, gewartet und gelagert werden. So haben Sie Ihren treuen Helfer viele Jahre lang.

Wartung der Vertikutierer

Wartung VertikutiererEine der wichtigsten Wartungsarbeiten beim Vertikutierer ist sicherlich das Schleifen bzw. Schärfen der Messer. Außerdem sollten Sie nach der Benutzung, aber spätestens vor erneuter Benutzung überprüfen, ob Schrauben oder Muttern sich gelockert haben. Sind die Messer völlig abgenutzt, sollten sie ausgetauscht werden. Auch die Messerwelle kontrollieren Sie am besten regelmäßig.

Reinigung der Vertikutierer

Nach jedem Vertikutieren sollten Sie den Vertikutierer reinigen. Nehmen Sie dafür am besten eine weiche Bürste und wischen im Anschluss mit einem feuchten Tuch nach. Stellen Sie sicher, dass das Gerät ausgeschaltet und von der Stromzufuhr getrennt ist. Reinigen Sie ihren benzingetriebenen Vertikutierer nicht mit dem Gartenschlauch.

Lagerung der Vertikutierer

Die meiste Zeit des Jahres steht der Vertikutierer ungenutzt im Gartenschuppen oder im Keller. Achten Sie darauf, dass er nicht in feuchten Räumen lagert. Hat ihr Benzinvertikutierer noch Benzin im Tank, darf er, wie der Rasenmäher auch, nicht in Räumen gelagert werden, in denen er mit Funken oder Feuer in Berührung kommen kann. Am besten ist es, wenn Sie das Benzin aus dem Tank entfernen.

Das Wichtigste zum Rasen vertikutieren zusammengefasst

Warum vertikutieren?

Vertikutieren hat zum Ziel, den Rasenfilz aus Moos und Pflanzenresten aufzureißen und zu entfernen

Wann vertikutieren?

Im späten Frühjahr ist der beste Zeitpunkt zum Vertikutieren. Bei schweren Lehmböden kann auch im Spätsommer noch einmal vertikutiert werden.

Wie vertikutieren?

Beim Vertikutieren bewegen Sie sich zügig, aber nicht hektisch über Ihren Rasen. Achten Sie darauf, dass die Schnitttiefe nicht zu extrem ist. Der Vertikutierer soll die Grasnarbe nur leicht anritzen, nicht zerstören.

Welcher Vertikutierer?

Je nach der Größe des Rasens und der Schwere des Bodens, können Sie sich für einen Handvertikutierer (kleine Rasenflächen), einen Vertikutierer mit Elektroantrieb (mittlere Rasenflächen) oder einen benzinbetriebenen Vertikutierer (große Rasenflächen, sehr schwere Böden) entscheiden.